Harald Eckert

40 Tage Ratgeber

Harald Eckert

40 Tage Fasten und Gebet auf dem Weg zu nationaler Buße und Neuanfang

18.02. bis 30.03.2018

Ein kleiner Ratgeber

„Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, Weinen, mit Klagen! … Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, … Dann gerät der Herr in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk. Und der Herr wird antworten …“ (Joel 2,12 + 16a + 18-19a – Schlachter)

I) Jeder beginnt dort, wo es ihn betrifft und bewegt!

Diese 40 Tage im Umfeld der traditionellen Kar- und Fastenzeit bieten den Gläubigen in Deutschland eine Chance, sich vor Gott zu sammeln, zu beugen, neu zu fokussieren. Das beginnt auf der ganz persönlichen Ebene, für die eigene Gottesbeziehung und das eigene Leben. Es mag dann weiter gehen ins eigene Umfeld in die ureigenen Beziehungsfelder und Verantwortungsbereiche in Familie, Beruf, Gemeinde und Gesellschaft. Von da aus mag es weiterreichen in die Felder hinein, für die wir über unser persönliches Leben und Umfeld hinaus – in der Regel gemäß unserer Berufung und gemäß der Führung Gottes in unserem Leben – eine Gebetslast empfinden: Für spezifische Anliegen in Kirche und Gesellschaft, für Israel, für Kinder und Jugendliche, für die Regierung, für die Einheit der  Christen, für den Umgang mit sozialen Nöten, für die Erfüllung von Gottes Verheißungen im Kleinen und im Großen, … – jeder beginnt dort, wo es ihn persönlich betrifft und bewegt, sich zu sammeln, zu beugen, zu fokussieren.

II) 7 Orientierungshilfen

Ergänzend dazu wollen wir über die 40 Tage (knapp 6 Wochen) verteilt ein einfaches inhaltliches Raster anbieten. Unterschiedliche Gläubige haben ganz unterschiedliche Zugänge zu diesen 6 Anliegen und Überschriften. Wir vertrauen dem Heiligen Geist, dass er jedem, der dafür offen ist, helfen wird, souverän damit umzugehen. Einige werden sich über die 40 Tage nur auf eines oder wenige dieser inhaltlichen Vorschläge konzentrieren. Anderen wird es eine Hilfe sein, diesen Anregungen chronologisch zu folgen. Hier sind die 6 Überschriften über die ca. 6 Wochen:

  1. Gebet für wachsende Überführung und Offenbarung bezüglich der Heiligkeit und Ehre Gottes und erneuerte Gottesfurcht im eigenen Leben sowie in unserem Volk (Kirche und Gesellschaft).
  2. Gebet für wachsende Überführung und Offenbarung bezüglich der Kraft des Kreuzes, der Relevanz des Evangeliums und dem christlich-jüdischen Wertefundament mit den 10 Geboten im Zentrum – im eigenen Leben, in der Gemeinde Jesu und in der Gesellschaft.
  3. Gebet für wachsende Überführung und Offenbarung bezüglich der unglaublichen, völlig unverdienten Gnade Gottes gegenüber dem deutschen Volk nach dem Zweiten Weltkrieg und der besonderen Verantwortung, die wir – als Christen und als Gesellschaft – zuerst für Israel, aber auch für die Gestaltung unserer Beziehungen zu unseren Nachbarvölkern haben.  Möge der Herr uns unseren Mangel an Dankbarkeit und Demut vergeben!
  4. Gebet für wachsende Überführung und Offenbarung bezüglich der Berufung eines jeden Christen und der christlichen Gemeinde als Ganzes, „Salz und Licht“ in allen Lebensbereichen und beruflichen / gesellschaftlichen Wirkungsfeldern zu sein. „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so …!“
  5. Gebet für wachsende Überführung und Offenbarung bezüglich unserer Aufgabe als betende Christen, für unsere Regierung und Verantwortungsträger in Kirche und Gesellschaft zu beten (1. Timotheus 2,1ff). Die Kernaufgabe der Verantwortungsträger ist es demnach, einen Rahmen für das gesellschaftliche Miteinander zu schaffen, in dem ein gottgefälliger Lebensstil und die Ausbreitung des Evangeliums möglich sind. Wo das nicht der Fall ist und war, dürfen wir Gott um Erbarmen anrufen, ihn um Vergebung bitten und seine Überführung und Gunst für die Verantwortungsträger erbitten
  6. Gebet für wachsende Überführung und Offenbarung, was Gottes barmherziges Herz für die Schwachen, Bedürftigen und Notleidenden in Gemeinde und Gesellschaft betrifft. Im Alten, wie im Neuen Testament liegt aus der Perspektive Gottes auf diesen Menschen und Zielgruppen eine herausgehobene Betonung, die unser Herz berühren und verändern möge – gerade in Fastenzeiten (siehe: Jesaja 58)!
  7. Fürbitte für Israel, um voll in SEINE Berufung zu kommen mit Jerusalem als Lobpreis auf Erden (Jesaja 62) und dass Deutschland seinen Auftrag wahr- und annimmt, Israel dabei mit ganzer Kraft zu unterstützen. Der Stolz des „deutschen Wesens“ soll weichen und demütiger Dienst an Israel zur Ehre Jesu Namens ein Erkennungsmerkmal für Gläubige aus Deutschland werden. Dienst, nicht aus Pflicht, nicht aus Schuld oder Angst vor Gericht, nicht nur aus Verantwortung, sondern vor allem aus Liebe (siehe Römer 5,5). Jesu Liebe, SEIN Herzschlag für sein Volk, die in uns Gestalt nehmen können in Wort & Tat! (Leittexte: Jesaja 40, 60, 62, Römer 11 & Jakobus 2)

Über all dem liegt die Frage, ob der Herr uns als betende Gemeinde in absehbarer Zeit so viel Raum zur Buße schenken mag, dass ein geistliches Klima, eine Atmosphäre der Gottesfurcht, Überführung und Hoffnung und eine Hinwendung zu Gott daraus erwachsen, die uns gemeinschaftlich den Weg eröffnen zu einer größeren, repräsentativen, vielleicht noch tiefer gehenden nationalen Buß-, Erneuerungs- und Erweckungsversammlung im Geist und in der Substanz von Joel 2.

III) Einheit und Gemeinsamkeit in Gebet und Fasten

Es liegen große biblische Verheißungen auf dem gemeinschaftlichen Gebet in einem Geist der Einheit.  Dieser inhaltliche Leitfaden möchte dazu Ratgeber und Hilfestellung sein. Weiterhin ermutigen wir darüber hinaus, insbesondere in diesen 40 Tagen, Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Gebet zu suchen und zu schaffen. Vielleicht 1 x / Woche abends? Vielleicht jeden Werktag morgens für 30 Minuten? Vielleicht jeden Sonntag vor dem Gottesdienst? Wir sind zuversichtlich: Wer den Heiligen Geist frägt, wird Führung und Antwort bekommen.

Das Gleiche gilt für das „kollektive“ Fasten: Wie wir aus der Geschichte von Jona und Ninive beispielhaft wissen, hat Gott auf radikale Weise das Fasten der Einwohner Ninives angesehen. Sowohl in der biblischen Geschichte, als auch in der Geschichte christlich geprägter Nationen gab es immer wieder erstaunliche Zeugnisse des Eingreifens Gottes auf Grund von Einheit im Fasten. In Deutschland gab und gibt es den „Buß- und Bettag“ und die traditionelle Fastenzeit vor Ostern. Auf diesem Hintergrund ermutigen wir, dass möglichst jeder sein Maß sucht und findet, wie er die 40 Tage fastend gestalten möge: Ganz oder teilweise, von bestimmten Speisen sich enthaltend (Stichwort: „Danielfasten“), 1 Tag in der Woche, …. Wer den Geist Gottes aufrichtig sucht und frägt, wird Leitung und Antwort finden! Als Grundsatz mag gelten: In der Regel gibt der Herr deutlich mehr Gnade, als wir ihm ad hoc zutrauen und für möglich halten!